ambient unterstützt Regenwald der Österreicher

ambient unterstützt den Regenwald der Österreicher

 

ambient spendet seit Jahren 2 % des Umsatzes der Kosmetik-Serie SENSIBEL an eine Organisation, die sich für den Erhalt des Regenwaldes engagiert. Nachdem wir bei unserem bisherigen Partnern mangelnde Transparenz erlebten, fanden wir im Verein „Regenwald der Österreicher“ einen neuen, absolut verlässlichen Partner. Zu Weihnachten 2009 reiste ich, Markus Forster (Geschäftsführer ambient), nach Costa Rica, um die Arbeit des Vereins zu begutachten und wieder einmal in unberührten Dschungel einzutauchen.

Die Reise führte mich in den den Nationalpark Piedras Blancas im Süden Costa Ricas. Hier ist der Verein "Regenwald der Österreicher" aktiv.

Ohne Schutz stirbt der Regenwald

 

Schon als ich im Mietauto durch die Landschaft fuhr, erkannte ich wie wichtig der Erhalt des Regenwaldes ist. Dort wo die Landschaft nicht durch einen Nationalpark geschützt ist, gibt es längst keinen Regenwald mehr sondern öde landwirtschaftliche Monokulturen. Diese stellen ein enormes biologisches Problem dar. Die Artenvielfalt, auch Biodiversität genannt, geht dabei komplett verloren.

Das Projekt

 

Der Regenwald der Österreicher ist ein Projekt für den Arten- und Klimaschutz. Der kleine mittelamerikanische Staat Costa Rica hat hier bereits große Leistungen vollbracht. Aber es reicht nicht, große Flächen zu Nationalparks zu erklären, wenn das Land dann weiterhin von den Grundstückseigentümern gerodet werden kann. Genau hier setzt die Arbeit des Vereins an. Mehr Informationen finden Sie auf der Vereinshomepage www.regenwald.at

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Verbesserung des Klimas direkt spürbar

 

In der Esquinas Rainforest Lodge (www.esquinaslodge.com) erlebte ich ganz unmittelbar, welche Auswirkungen ein geschützter, intakter Regenwald auf das Klima hat. Nur wenige Kilometer weiter befinden sich große Gebiete in denen der Wald schon vor Jahrzehnten abgeholzt wurde. Dort regnet es in der Trockenzeit relativ selten. Aber hier in diesem herrlichen intakten Primär-Regenwald rund um die Lodge, gibt es praktisch jeden Nachmittag einen heftigen tropischen Regenguss.

Um die Ursache zu sehen, schauen wir uns den Kreislauf des Wassers an. Im dichten Wald, transpirieren, also „schwitzen“ die Pflanzen Feuchtigkeit durch die Blätter. Sie geben also permanent Wasserdampf ab und schwängern die Luft mit Feuchtigkeit. Das spürte ich auf Schritt und Tritt, meine Kleidung war ständig etwas feucht.

Gegen Mittag ist die Luft dann meist so weit mit Feuchtigkeit gesättigt, dass es zu regnen beginnt. Der Wald fängt diesen Regen wieder auf und speichert ihn wie ein riesiger Schwamm im Boden und im faulenden Laub, den abgestorbenen Baumstümpfen und Ästen und der vielfältigen Biomasse, die überall herum liegt. Während des gesamten Jahres gibt der Wald die Feuchtigkeit wieder ab. Nicht nur an die Luft, sondern es fliest ununterbrochen in Form von kleinen Rinnsalen und Bächen talwärts. So werden die Pflanzen auch in der Trockenzeit permanent mit reichlich Feuchtigkeit versorgt.

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Heiligabend mit grünen Freunden

 

Den Heiligen Abend 2009 verbrachte ich in der Esquinas Rainforest Lodge. Während die anderen Gäste jenen Abend an der Bar verbrachten und sich unterhielten, zog es mich hinaus in das Urwald-Dickicht. Die Leitung der Lodge empfiehlt Gästen in der Dämmerung und Dunkelheit nicht alleine in den Wald zu gehen. Dies ignorierte ich jedoch gerne.

Ich wanderte auf einem der gut präparierten Dschungelpfade steil bergauf durch dichtesten Primär-Regenwald. Das tiefe, stille Eintauchen in die Welt meiner grünen Freunde beglückte mich. Beim Wandeln auf matschigen Dschungelpfaden – zuerst im Dämmerlicht, dann in Dunkelheit, wurde ich innerlich ganz still. Behutsam setzte ich Fuß vor Fuß. Ohne die Schritte willkürlich zu steuern, schlich ich den Pfad entlang, wie eine Kreatur, die ganz zum Wald gehört, ja ein Teil von ihm ist. Unwillkürlich trachtete ich danach jedes Geräusch zu vermeiden und schmiegte mich beinah lautlos in den Wald hinein. Ich ging förmlich im Regenwald auf.

Erst als es stockdunkel war, schaltete ich die Stirnlampe ein. Nach vielleicht eineinhalb oder zwei Stunden kehrte ich wieder in die Herberge zurück. Ich hatte jedes Zeitgefühl verloren. Obwohl ich fern von meinen Kindern und meiner Partnerin war, fühlte ich mich unendlich geborgen und zufrieden. Diesen Heiligabend hatte ich dennoch gewissermaßen daheim und unter meinesgleichen gefeiert.

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Duft

 

Es fällt mir nicht leicht, den Duft im Regenwald der Österreicher zu beschreiben. Zuerst fiel diese feuchtigkeitsschwangere, warme, schwüle Luft auf. Ein breiter, ständig wechselnder Duftakkord erfüllte die Atmosphäre. Im Vordergrund stand meist ein angenehmer Geruch von feuchter Erde, vermoderndem Laub und leichter Fäulnis. Dazu kam eine große Bandbreite von grünen Duftnoten, die sich weich, satt und samtig über die anderen Düfte legte. Blütendüfte waren kaum anzutreffen, dafür aber eine enorme Vielfalt von Grüntönen, die an Moos, Farn und feuchtes Blatt erinnerten. Viele der grün anmutenden Noten, konnte mein Duftgedächtnis gar nicht zuordnen. Dieses vielfältige Dufterleben faszinierte mich sehr!

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Von Markus Forster