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Lebe deinen Traum
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ambient living cosmetics GmbH / Pflanzen-troesten

Pflanzen trösten

In der Zeit nach dem Tod der Mutter bekam Marie täglich Schnittblumen und Topfpflanzen von der Blumenhändlerin geschenkt - ihre Art, dem Mädchen ein wenig in diesem unbeschreiblichen Schmerz beizustehen. Sie hatte erkannt, in welch inniger Beziehung die Kleine zu den Pflanzen stand und hoffte, dass sie diese jetzt trösten würden.

Wissenschaftliche Arbeit

Ab nun vertiefte sich Marie noch mehr in die Erforschung ihrer grünen Freunde. In ihrem Kasten hatte das Mädchen schon eine ganze Sammlung an getrockneten Heilpflanzen - jede einzelne sorgfältig beschriftet. Zu ihrem 14. Geburtstag besuchte sie einen Buchladen, um das erste Fachbuch über Pflanzenheilkunde zu kaufen: "Der Große Dioscorides". Obwohl sie nicht genug Geld hatte, bekam sie das Buch ausgehändigt und versprach, den Rest später zu bezahlen. Die Buchhändlerin fasste Vertrauen in dieses seltsame, wissenschaftlich interessierte Kind.

Marie war wild entschlossen, alles über Pflanzen zu lernen und sie am eigenen Leib zu erforschen. Im Dioscorides las sie, dass die Mariendistel (Carduus marianus) Akne heilt und Mitesser vermindert. Für ein pubertierendes Mädchen stellt dies natürlich ein durchaus interessantes Faktum dar. Sie nahm also die Mariendistel in einer beträchtlichen Dosis ein und steigerte diese Tag für Tag. Anstelle der beschriebenen Wirkung passierte genau das Gegenteil: Bald bildeten sich enorme Pickel und Mitesser in ihrem Gesicht. Dies frustrierte Marie anfangs sehr, bis sie schließlich den Wert der richtigen Dosis entdeckte. Denn in der richtigen Dosis eingenommen - das war zumeist eine sehr niedrige - hatten die Pflanzen tatsächlich die beschriebene Wirkung.

Sie sammelte jede Pflanze, von der sie sich angesprochen fühlte und las bei Dioscorides über deren kosmetische und therapeutische Wirkung nach. Um die Pflanze und deren Wirkung auch am eigenen Leib zu erfahren, nahm sie besagte Pflanzen jeweils einen Monat lang täglich ein - zuerst in ganz kleinen Mengen. Im Laufe des Monats steigerte sie die Dosis nach und nach. Über ihre Wahrnehmungen und körperlichen Auswirkungen führte das Mädchen genau Buch.

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